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Wer stellt die Einkommenssteuererklärung aus und wann wird sie benötigt?

Die Einkommenssteuererklärung ist kein Dokument, das jemand ausstellt und Ihnen in die Hand drückt. Es ist eine Selbstauskunft, die eine Person beim Bundesfinanzamt einreicht. Darin erklärt sie ihre Einnahmen, Ausgaben und sonstigen Einkünfte aus dem vergangenen Steuerjahr.

Wenn Sie eine solche Erklärung zur Überprüfung erhalten, handelt es sich um eine Kopie oder einen Auszug, den die Person selbst beschafft hat. Das Bundesministerium der Finanzen überwacht die Bearbeitung dieser Unterlagen. Das Dokument dient dazu zu klären, was die Person verdient hat und welche Steuern sie schuldet oder erstattet bekommt.

  • Wer muss eine Steuererklärung einreichen?

    Freiberufler, Gewerbetreibende und Angestellte mit Nebeneinkünften müssen regelmäßig eine Erklärung abgeben. Manche Arbeitnehmende sind auch verpflichtet, wenn sie mehrere Arbeitgeber oder spezielle Einkünfte haben.

  • Wann wird das Dokument verlangt?

    Arbeitgeber, Banken, Vermietende oder Behörden fordern die Steuererklärung an, um Einkommen zu belegen. Sie sehen darin, wie die Person ihre Finanzen offenlegt und welchen Gesamtverdienst sie versteuert.

  • Was finden Sie darin?

    Das Dokument enthält die detaillierte Auflistung aller Einkünfte, Betriebsausgaben, Sonderausgaben und Werbungskosten. Am Ende steht die festgestellte Steuerschuld oder Erstattung.

Woran erkennst du eine echte Einkommenssteuererklärung?

Eine Einkommenssteuererklärung enthält immer bestimmte Angaben, die nicht fehlen dürfen. Mit diesen Punkten kannst du schnell überprüfen, ob das Dokument vor dir echt ist.

  • Ausgefüllt nach amtlichem Muster

    Das Formular folgt der Vorgabe des Bundesministeriums der Finanzen. Die Felder, Nummerierungen und Überschriften stimmen mit der aktuellen Fassung überein, nicht mit einer alten Version.

  • Persönliche Daten korrekt eingetragen

    Name, Vorname, Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum sind lesbar und vollständig ausgefüllt. Bei verheirateten Paaren stehen beide Namen auf dem Dokument.

  • Steuernummer oder Steueridentifikationsnummer vorhanden

    Eine gültige elfstellige Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) oder die Steuernummer des zuständigen Finanzamts ist angegeben.

  • Einkommensangaben nachvollziehbar

    Die Einkünfte aus verschiedenen Quellen (Gehalt, Selbstständigkeit, Vermögen) sind detailliert aufgelistet und nicht einfach eine runde Summe ohne Erklärung.

  • Unterschrift und Datum beim Einreicher

    Die Erklärung ist mit Datum und eigenhändiger Unterschrift unterzeichnet. Auch wenn sie digital eingereicht wird, muss eine Bestätigung des Finanzamts vorliegen.

  • Anlagen und Nachweise sind beigefügt

    Zu den meisten Erklärungen gehören Anlagen (zum Beispiel Anlage Kind, Anlage N für Arbeitnehmereinkünfte). Diese sind aufgelistet und bei Bedarf mit eingereicht.

  • Stempel oder Aktenzeichen des Finanzamts

    Wenn die Erklärung bereits vom Finanzamt bearbeitet wurde, trägt sie einen Eingangsstempel oder ein Aktenzeichen. Nicht jede neue Erklärung hat das schon.

  • Keine Tipp- oder Druckfehler in Behördennamen

    Namen von Behörden und Ämtern sind korrekt geschrieben. Das Bundesministerium der Finanzen oder das zuständige Finanzamt sind fehlerfrei aufgeführt.

Warum die Einkommenssteuererklärung prüfen wichtig ist

Wenn Ihnen jemand eine Einkommenssteuererklärung vorlegt, geht es oft um finanzielle Entscheidungen: Kreditvergabe, Wohnungsvermietung, Einstellung. Gefälschte oder manipulierte Erklärungen können Ihnen teuer zu stehen kommen, weil sie ein verzerrtes Einkommensbild zeigen. Sie müssen wissen, ob die Zahlen zuverlässig sind.

Manipulationen reichen von hinzugefügten Nullen bei Einkünften über das Weglassen von Ausgaben bis hin zu völlig erfundenen Dokumenten. Besonders bei beruflichen Entscheidungen (Kredite, Mietverträge, Einstellungen) können solche Fälschungen Ihre Risiken massiv erhöhen. Eine schnelle Kontrolle schützt Sie vor teureren Folgen.

Ist das eine echte Steuererklärung oder Fälschung? So prüfen Sie es in zwei Minuten

Die Einkommenssteuererklärung ist ein Dokument, das Sie beim Finanzamt einreichen. Betrüger nutzen gefälschte Versionen, um an Ihre Daten zu kommen oder falsche Rückerstattungen zu fordern. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um Echt von Fake zu unterscheiden.

  1. Schritt 1: Wer hat Ihnen das Dokument geschickt?

    Das Finanzamt schickt Ihnen Schreiben per Post oder über Ihr Online-Konto (Elster). Es kommt nie per E-Mail mit einer Aufforderung, Links zu klicken oder Anhänge herunterzuladen. Passt das nicht zusammen, ist Vorsicht geboten. Echte Schreiben tragen die offizielle Adresse des zuständigen Finanzamts und Ihres Bundeslandes.

  2. Schritt 2: Prüfen Sie die Angaben auf dem Dokument

    Eine legitime Einkommenssteuererklärung enthält immer Ihr Finanzamt, Ihre Steuernummer oder Identifikationsnummer und das genaue Steuerjahr. Alle Felder sind maschinenlesbar und übersichtlich angeordnet. Wirkt die Formatierung chaotisch, sind Felder leer oder Schriftarten inkonsistent, könnte es sich um eine Fälschung handeln. Vergleichen Sie mit einem früheren Original-Dokument.

  3. Schritt 3: Überprüfen Sie die Herkunft beim Finanzamt selbst

    Rufen Sie Ihr zuständiges Finanzamt direkt an oder loggen Sie sich in Ihr Elster-Konto ein (www.elsteronline.de). Das Bundesministerium der Finanzen bietet auch eine Hotline für Fragen zur Authentizität von Dokumenten. Geben Sie niemals Kontaktdaten weiter, bevor Sie die Herkunft geklärt haben.

  4. Schritt 4: Achten Sie auf verdächtige Aufforderungen

    Echt sind diese Sätze nicht: "Bestätigen Sie sofort Ihre Bankdaten", "Zahlen Sie eine Gebühr, um Ihre Rückerstattung zu erhalten" oder "Klicken Sie hier, um Ihr Konto freizuschalten". Das Finanzamt verlangt niemals Gebühren für die Bearbeitung und fordert Sie nicht auf, sensible Daten per E-Mail zu senden.

  5. Schritt 5: Sicherheit im Zweifel

    Im Zweifelsfall machen Sie ein Foto oder einen Scan des Dokuments und kontaktieren Sie das Finanzamt mit dieser Anlage. So bleibt ein Nachweis erhalten, und die Behörde kann sofort feststellen, ob das Schreiben von ihr stammt. Löschen Sie verdächtige E-Mails nicht sofort, sondern speichern Sie diese als Beweis.

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Woran Sie einen gefälschten Steuererklärungsbescheid sofort erkennen

Die Einkommenssteuererklärung wird vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) bearbeitet und der Bescheid vom zuständigen Finanzamt ausgestellt. Betrüger kopieren zwar das Layout, machen aber regelmäßig Fehler bei Details, die ein echtes Dokument sofort verrät. Hier sind die Warnsignale, auf die Sie achten sollten.

  • Fehlende oder falsche Steuernummer

    Jeder Steuerpflichtige hat eine eindeutige, elfstellige Steuernummer. Im Original steht sie oben rechts im Feld "Steuernummer" und folgt einem strikten Format: Finanzamtsnummer (vier Ziffern) plus fortlaufende Nummer. Fälschungen zeigen oft zufällige Ziffernfolgen, Lücken oder Buchstaben statt Zahlen. Kontrollieren Sie: Passt die Nummer zum Bundesland und zum angegebenen Finanzamt?

  • Inkonsistente oder pixelige Finanzamtssiegel

    Das Original trägt das amtliche Siegel des zuständigen Finanzamts mit scharfen Kanten, gleichmäßiger Färbung und präzisen Schriftzügen. Gefälschte Siegel wirken verwaschen, unscharf, zu hell oder zu dunkel, oder die Schrift ist unleserlich. Scannen oder fotografieren Sie das Dokument und zoomen Sie ins Siegel: Bei echten Dokumenten bleibt es auch bei hoher Vergrößerung gestochen scharf.

  • Falsche oder fehlende Unterschrift des Sachbearbeiters

    Ein echter Steuerbescheid trägt die Originalunterschrift des Sachbearbeiters oder ist maschinell unterzeichnet mit Name und Titel. Fälschungen haben oft eine gespeicherte Grafik-Unterschrift, die identisch auf mehreren Dokumenten wiederkehrt, oder sind gar nicht unterzeichnet. Die Unterschrift sollte klar zuordnebar sein, nicht verwischt oder überlagert.

  • Fehlerhafte oder missverhältnismäßige Beträge

    Rechnen Sie nach: Stimmen die Summen im Dokument mathematisch? Ein Steuerbescheid enthält Bruttoeinkommen, Sonderausgaben, Freibeträge und die Berechnung der Steuerschuld oder Erstattung. Fälscher rechnen oft ungenau oder verwenden unrealistische Beträge (etwa eine Einkommensteuer von 0 Euro bei 60.000 Euro Jahreseinkommen). Vergleichen Sie mit Ihrer eigenen Erklärung oder einer früheren Veranlagung.

  • Veraltete oder falsche Anschrift des Finanzamts

    Das korrekte Finanzamt (Stadt, Straße, Postleitzahl) muss auf dem Schreiben stehen. Betrüger verwenden oft generische oder nicht mehr gültige Adressen, oder ordnen das Finanzamt dem falschen Bundesland zu. Überprüfen Sie online auf der Website der Bundeszentralamt für Steuern, ob die angegebene Behörde tatsächlich existiert und unter dieser Adresse arbeitet.

  • Verdächtige Schriftarten oder Layout-Fehler

    Das Original nutzt eine einheitliche, behördliche Schrift (meist Arial oder ähnlich) in konsistenten Größen. Gefälschungen zeigen oft wechselnde Schrifttypen, unterschiedliche Größen im gleichen Absatz, falsche Abstände zwischen Zeilen oder schiefe Text-Ausrichtungen. Ein echter Bescheid wirkt professionell gestaltet, nicht improvisiert oder amateurhaft zusammengesetzt.

  • Datum liegt in der Zukunft oder ist logisch unmöglich

    Der Bescheiddatum (Ausstellungsdatum) muss realistisch sein. Steuerbescheide für 2023er Erklärungen werden typischerweise erst 2024 oder später ausgestellt. Wenn das Dokument ein Datum trägt, das vor Ihrer Erklärungsabgabe liegt oder in ferner Zukunft, ist es gefälscht. Prüfen Sie auch: Passt das Datum zum aktuellen Jahr und zur angegebenen Veranlagung?

  • Fehlende oder fehlerhafte Steuernummer des Finanzamts

    Jedes Finanzamt hat eine eindeutige Betriebsstättennummer (BStNr), die oben im Dokument erscheint. Fälschungen haben oft keine BStNr, eine willkürliche Nummer oder eine Nummer, die keinem echten Finanzamt entspricht. Sie können die korrekte Nummer auf der BZSt-Website oder im Portal "Mein ELSTER" abfragen.

Echte Einkommenssteuererklärung oder Fälschung: Das unterscheidet sie

Eine Einkommenssteuererklärung wird Ihnen vorgelegt und Sie müssen schnell entscheiden, ob Sie ihr vertrauen können. Worauf schauen Sie zuerst? Hier zeigen wir Ihnen die zuverlässigsten Erkennungszeichen einer echten Steuererklärung gegenüber verdächtigen Versionen.

Authentische Einkommenssteuererklärung

Eine echte Steuererklärung, wie sie vom Bundeszentralamt für Steuern oder dem zuständigen Finanzamt ausgestellt wird, weist folgende Merkmale auf:

  • Klare Kopfzeile mit Angabe des Finanzamts, des Steuerjahres und einer Aktenzeichen oder Referenznummer, die eindeutig einem bestimmten Finanzamt zugeordnet werden kann
  • Vollständig ausgefüllte Felder mit konsistenter Handschrift oder maschineller Schrift, ohne Tipp-Ex oder Korrekturen, die auffällig wirken
  • Stempel oder Unterschrift des Finanzbeamten und Datum des Bearbeitungstermins deutlich erkennbar
  • Korrekt ausgeführte Summen und mathematische Konsistenz zwischen Einnahmen, Ausgaben und Steuerzahlungen
  • Bei digitaler Übermittlung: PDF mit Sicherheitsmerkmalen des Finanzamts oder Begleitschreiben auf offiziellem Briefkopf des Bundeszentralamts

Verdächtige oder gefälschte Erklärung

Folgende Auffälligkeiten deuten darauf hin, dass die vorgelegte Steuererklärung manipuliert sein könnte:

  • Fehlende oder unleserliche Finanzamtsbezeichnung, ungenaue oder erfundene Aktenzeichen, die sich nicht einem bekannten Finanzamt zuordnen lassen
  • Über- oder Unterkorrektionen, Bleistifteinträge, flüchtige Handschrift oder offensichtliche Lücken bei der Angabe von Einkünften
  • Fehlendes oder zweifelhaft wirkendes Stempelbild, unsaubere Unterschrift oder falsches Datum des Steuerbescheids
  • Rechenfehler bei der Summenberechnung oder Widersprüche zwischen angegeben Einkünften und Steuerlast
  • Bei PDF-Dateien: Zeitstempel, der nicht zum Steuerjahr passt, oder fehlende kryptographische Validierungsmöglichkeiten des Absenders

Wie verbreitet sind gefälschte Einkommensteuererklärungen wirklich?

Die Einkommensteuererklärung ist ein bevorzugtes Ziel von Fälschern. Sie wird häufig verwendet, um Identitäten zu verschleiern, Kreditanträge zu unterstützen oder bei Mietverhandlungen vorzugelegt. Das Bundesministerium der Finanzen registriert regelmäßig solche Fälle, doch die genauen Zahlen zu zirkulierenden Fälschungen sind nicht öffentlich verfügbar.

Warum ist das relevant für Sie? Wenn Sie als Arbeitgeber, Vermieter oder Kreditgeber ein solches Dokument überprüfen, müssen Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Fälschungen sind meist handwerklich erkennbar, wenn Sie die richtigen Merkmale kennen.

So erkennen Sie manipulierte Steuererklärungen

Bei der Überprüfung einer eingereichten Einkommenssteuererklärung sollten Sie auf bestimmte Manipulationstechniken achten, die Fälscher regelmäßig einsetzen. Hier sind die häufigsten Methoden, die Sie aufhorchen lassen sollten.

  • Nachträgliche Einträge in handschriftlichen Feldern

    Manche Personen füllen die Erklärung zunächst aus, reichen sie ein, und ändern später Einkommensangaben oder Abzüge per Hand nach. Das Problem: Die Tinte wirkt frischer, die Handschrift wirkt verkrampfter oder weicht ab. Prüfen Sie, ob Zahlen oder Beträge nachträglich überstrichen oder ergänzt wurden. Solche Änderungen sollten immer von einem Stempel oder einer Unterschrift des Finanzamts begleitet sein, nicht von eigenmächtigen Änderungen des Absenders.

  • Gefälschte oder manipulierte Lohnsteuerbescheinigungen als Anlage

    Die Einkommenssteuererklärung wird oft zusammen mit Lohnsteuerbescheinigungen eingereicht. Fälscher nutzen Scan- und Bearbeitungssoftware, um Beträge zu verändern oder sogar komplette Bescheinigungen zu fälschen. Vergleichen Sie die Daten auf der eingereichten Bescheinigung mit den Einträgen beim Arbeitgeber oder beim Finanzamt selbst. Achten Sie auf unscharfe Druckqualität, fehlende Sicherheitsmerkmale oder Nummernformate, die nicht dem Standard entsprechen.

  • Erfundene Betriebsausgaben oder Werbungskosten

    Eine beliebte Taktik ist es, Werbungskosten oder Betriebsausgaben deutlich zu erhöhen oder komplett zu erfinden. Der Fälscher trägt Beträge ein, die der Person laut Kontoauszügen nie tatsächlich angegeben hat. Fragen Sie nach Belegen: Rechnungen, Quittungen, Kontoauszüge. Wenn diese fehlen oder nicht zur Höhe der angegebenen Kosten passen, ist das ein Zeichen für Manipulation.

  • Unterschriftsabweichungen

    Die Unterschrift des Erklärers unter der Steuererklärung kann verfälscht oder von jemand anderem geleistet sein. Besonders bei Vollmachtsverhältnissen oder bei älteren Personen kann dies vorkommen. Vergleichen Sie die Unterschrift mit bekannten Mustern von offiziellen Dokumenten (Personalausweis, frühere Steuererklärungen beim Finanzamt). Achten Sie auf Zittern, unnatürliche Gleichförmigkeit oder auffällige Unterschiede zur sonstigen Handschrift der Person.

  • Manipulierte oder doppelte Belegnummern

    Wenn eine Person Belege einreicht, können diese geändert oder dupliziert worden sein. Ein Beleg wird kopiert und mehrfach eingereicht, um den Eindruck mehrerer Ausgaben zu erwecken. Kontrollieren Sie die fortlaufende Nummerierung von Rechnungen, Quittungen oder Kontoauszugsseiten. Fehlende oder wiederholte Nummern sind ein starkes Indiz für Manipulation.

  • Zeitliche Ungereimtheiten in den Datumsangaben

    Der Fälscher trägt Einnahmen oder Ausgaben mit falschen Datumsangaben ein, um sie einem anderen Steuerjahr zuzuordnen oder zeitlich unmögliche Transaktionen zu konstruieren. Überprüfen Sie, ob die angegebenen Daten zu den Bank- oder Kontoauszügen des Betreffenden passen. Wenn Ausgaben vor dem Start einer Geschäftstätigkeit liegen oder Einkommen aus beendeten Tätigkeiten noch eingetragen ist, ist das verdächtig.

  • Ausnutzung von Pauschalabzügen ohne Nachweis

    Manche Personen tragen hohe Pauschalabzüge oder Fahrtkosten ein, obwohl sie keinen Beleg haben und die Angaben nicht zur tatsächlichen Situation passen. Der Fälscher hofft, dass Pauschalanträge weniger überprüft werden. Stellen Sie Fragen zur Art der Tätigkeiten und zum tatsächlichen Umfang. Wenn die angegebenen Kilometer oder Tage nicht zu den sonstigen Angaben in der Erklärung passen, sollten Sie skeptisch werden.

  • Unlogische oder widersprüchliche Angaben zwischen Formularfeldern

    Ein manipuliertes Dokument enthält häufig innere Widersprüche: Die Angabe der Arbeitstage stimmt nicht mit der angegebenen Betriebsstätte überein, die Werbungskosten sind viel zu hoch für das angegebene Einkommen, oder die Familienverhältnisse widersprechen sich selbst. Lesen Sie die Erklärung vollständig durch und achten Sie auf solche Bruchstellen. Sie deuten oft darauf hin, dass verschiedene Teile nachträglich oder von unterschiedlichen Personen ausgefüllt wurden.

Sie erkennen eine gefälschte Steuererklärung: Das sollten Sie jetzt tun

Eine eingereichte Einkommenssteuererklärung wirkt verdächtig auf Sie? Vielleicht stimmen die Angaben nicht mit dem bekannten Einkommen überein, oder die Unterschrift sieht ungewöhnlich aus. Hier erfahren Sie, welche konkreten Schritte Sie als Vermieter, Arbeitgeber, Kreditgeber oder Privatperson unternehmen sollten.

Der Schlüssel ist: Handeln Sie besonnen und dokumentieren Sie jeden Verdacht. Eine Einkommenssteuererklärung ist ein offizielles Dokument, das vom Bundesministerium der Finanzen überwacht wird. Falschangaben haben ernsthafte rechtliche Konsequenzen.

  • Stoppen Sie den Prozess sofort

    Führen Sie keinen Vertrag durch, unterzeichnen Sie keine Mietvereinbarung, und geben Sie keine Zusage ab, solange Sie unsicher sind. Bei einem Jobkandidat verschieben Sie die Einstellung. Bei einem Kreditantrag lehnen Sie ab und erklären sachlich, dass die eingereichte Steuererklärung überprüft werden muss. So schützen Sie sich selbst vor Haftung.

  • Fordern Sie die Original-Steuererklärung an

    Verlangen Sie das Original vom Porteur oder eine beglaubigte Kopie vom Finanzamt. Ein Fälscher wird Schwierigkeiten haben, das Original zu beschaffen. Das Finanzamt kann Ihnen auch bestätigen, ob die eingereichte Erklärung korrekt registriert ist. Vorsicht: Lassen Sie sich nicht mit eingescannten Versionen abspeisen, die Sie nicht überprüfen können.

  • Überprüfen Sie Unterschrift und Stempel

    Vergleichen Sie die Unterschrift auf der Steuererklärung mit anderen Dokumenten des Porteurs. Achten Sie auf Unregelmäßigkeiten: unsaubere Kopien, fehlende Steueramts-Stempel oder digital wirkende Unterschriften. Das Finanzamt vergibt bestimmte Aktenzeichen und Bearbeiternummern, die Sie ebenfalls überprüfen können.

  • Kontaktieren Sie das zuständige Finanzamt

    Rufen Sie das Finanzamt an, das in der Steuererklärung angegeben ist. Nennen Sie die Steuernummer des Porteurs und fragen Sie diskret nach, ob diese Person eine Steuererklärung eingereicht hat und ob die Angaben plausibel sind. Das Finanzamt wird Ihnen keine Einkommensdetails offenbaren, aber es kann Unregelmäßigkeiten bestätigen.

  • Melden Sie den Verdacht an die Behörden

    Reichen Sie eine Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft ein, wenn Sie eine gefälschte Steuererklärung identifiziert haben. Heben Sie hervor, welche Merkmale Sie verdächtig finden. Gleichzeitig können Sie das zuständige Finanzamt schriftlich benachrichtigen. So dokumentieren Sie, dass Sie verantwortungsvoll gehandelt haben.

Darf ich eine Einkommensteuererklärung anfordern?

Die Einkommensteuererklärung ist ein sensibles Dokument, das Finanzinformationen der Person offenlegt. Sie dürfen dieses Dokument anfordern, wenn Sie einen legitimen Grund haben und die Anforderung dem geltenden Recht entspricht.

Ob Sie dazu berechtigt sind, hängt von Ihrer Rolle ab: Arbeitgeber, Kreditgeber, Vermieterin oder Behörde haben unterschiedliche Rechte. Gleichzeitig muss die Person, die das Dokument vorlegt, ihre Privatsphäre schützen können.

  • Sie als Arbeitgeberin darf das Dokument anfordern

    Wenn Sie eine Personalentscheidung treffen müssen und die Einkommensverifikation für diese Entscheidung erforderlich ist, können Sie das Dokument zur Einsicht anfordern. Sie dürfen es aber nicht kopieren und nicht an Dritte weitergeben. Speichern Sie es nur, solange die Bearbeitung Ihres Falls läuft.

  • Sie als Kreditgeberin hat ein berechtigtes Interesse

    Bei einem Kreditantrag, einer Mietkaution oder einer Finanzierungsanfrage können Sie die Vorlage einer Einkommensteuererklärung verlangen. Die Person kann Ihnen auch alternative Nachweise anbieten, etwa einen aktuellen Gehaltszettel. Informieren Sie den Kunden, wie lange Sie das Dokument aufbewahren und wer darauf Zugriff hat.

  • Sie als Vermieterin muss vorsichtig sein

    Sie dürfen die Einkommensteuererklärung zur Bonitätsprüfung einsehen, um zu beurteilen, ob der Mieter die Miete zahlen kann. Fragen Sie aber vorher, ob die Person eine Gehaltsabrechnung oder einen Kontoauszug vorzeigt. Kopieren Sie das Dokument nur im notwendigen Umfang und vernichten Sie es, sobald die Mietentscheidung getroffen ist.

  • Behörden haben eigenständige Befugnisse

    Das Finanzamt und andere öffentliche Stellen können eine Einkommensteuererklärung im Rahmen ihrer Kontrollaufgaben anfordern. Für Privatpersonen und Unternehmen gelten hier strengere Regeln: Sie dürfen so ein Dokument nur anfordern, wenn Sie gesetzlich dazu verpflichtet sind.

  • So schützen Sie Daten beim Einsehen

    Begrenzen Sie den Zugriff auf das Dokument auf Personen, die es wirklich brauchen. Bewahren Sie es an einem sicheren Ort auf und vernichten Sie es shreddern oder sicher löschen, wenn der Grund für die Speicherung weggefallen ist. Geben Sie der Person, wenn möglich, eine Erklärung, wie Sie mit ihren Finanzdaten umgehen.

Einkommenssteuererklärung verifizieren

Häufig gestellte Fragen zur Einkommenssteuererklärung

Nicht jeder Arbeitnehmer ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, aber bestimmte Gruppen müssen das tun: Selbstständige, Freiberufler, Rentner mit Nebeneinkommen und Angestellte mit mehreren Arbeitgebern gehören dazu. Auch wer Einkünfte aus Vermietung oder Kapitalerträge über bestimmte Grenzen hinaus hat, kommt um die Erklärung nicht herum. Am besten überprüfst du mit deinem Finanzamt oder einem Steuerberater, ob du betroffen bist.

Halte deine Lohnsteuerbescheinigung, alle Rechnungen und Belege für Betriebsausgaben oder Werbungskosten bereit. Dazu gehören auch Kontoauszüge für Geldflussbelege und eventuell der Energieausweis, wenn du Homeoffice-Ausgaben geltend machen willst. Je nachdem, welche Einkommensarten du hast, kommen noch weitere Papiere hinzu wie Rentenbescheinigungen oder Gewinnfeststellungsbescheide.

Die reguläre Abgabefrist ist der 31. Mai des Folgejahres, also für 2023 der 31. Mai 2024. Wenn du einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragst, verlängert sich die Frist bis zum 31. August. Das Finanzamt kann dir auch Aufschub gewähren, wenn du einen triftigen Grund hast.

Ja, das geht am einfachsten über ELSTER, das elektronische Steuererklärungssystem des Bundeszentralamts für Steuern. Alternativ nutzt du die kostenlose Software WISO Steuererklärung oder andere zugelassene Programme. Eine Papierform ist weiterhin möglich, dauert aber länger in der Bearbeitung.

Wenn du gesetzlich dazu verpflichtet bist und nicht einreichst, drohen dir Bußgelder von bis zu 5 Prozent der Nachzahlung, mindestens 25 Euro. Außerdem setzt das Finanzamt dir eine Frist, um die fehlende Erklärung einzureichen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zur strafrechtlichen Verfolgung wegen Steuerhinterziehung kommen, wenn der Verdacht besteht.

Du musst deine Rechnungen, Quittungen und Kontoauszüge für sechs Jahre aufbewahren, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in das die Unterlagen gehören. Das Finanzamt kann während einer Betriebsprüfung bis zu zehn Jahre zurückschauen. Digital speichern ist erlaubt, solange du die Dateien lesbar formatiert und unverändert archivierst.

Nach der Einreichung über ELSTER erhältst du eine Eingangsbescheinigung. Im Online-Portal Mein ELSTER oder über das Finanzamt kannst du den Status deiner Erklärung einsehen. Bei Fragen oder Unstimmigkeiten kontaktierst du dein zuständiges Finanzamt direkt, um sicherzugehen, dass alles korrekt angekommen ist.

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